Prof. Dr. Johanna Wanka

Bundesministerin für Bildung und Forschung

Seit Februar 2013 ist Johanna Wanka Bundesministerin für Bildung und Forschung und Mitglied der Bundesregierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel.  Neun Jahre lang, von 2000 bis 2009, war sie Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur in Brandenburg, von 2010 bis 2013 diente sie im gleichen Ressort als Ministerin in Niedersachsen.

Johanna Wanka wirkte viele Jahre in Forschung und Lehre. Von 1994 bis 2000 war sie gewählte Rektorin der Fachhochschule Merseburg, nachdem sie 1993 auf die Professur „Ingenieurmathematik“ berufen worden war. Schon 1980 war Johanna Wanka zum Dr. rer. nat. promoviert worden mit dem Thema „Lösung von Kontakt- und Steuerproblemen mit potential-theoretischen Mitteln“. Von 1994 bis 1998 war sie zudem Vizepräsidentin der Landesrektorenkonferenz in Sachsen-Anhalt und von 1998 bis 2000 Mitglied der Ständigen Kommission für Planung und Organisation der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Ihre Berufslaufbahn hatte Johanna Wanka 1974 als wissenschaftliche Assistentin an der Technischen Hochschule Merseburg begonnen. An der Universität Leipzig studierte sie von 1970 bis 1974 Mathematik. 1970 machte sie in Torgau Abitur.

Johanna Wanka ist seit vielen Jahren gesellschaftlich aktiv. Sie war von 2009 bis 2010 Vorsitzende der CDU-Fraktion im Landtag Brandenburg, dessen Mitglied sie schon 2004 geworden war. Von 1990 bis 1994 war sie Mitglied des Kreistages Merseburg. Johanna Wanka war im September 1989 Gründungsmitglied des „Neuen Forums“ in Merseburg. In die CDU trat sie im März 2001 ein. Sie war von 2009 bis 2010 Vorsitzende der Partei in Brandenburg.

Geboren worden ist Johanna Wanka am 1. April 1951 in Rosenfeld (heute Sachsen). Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung , Foto: Bundesregierung / Steffen Kugler

 

GRUßWORT

Unser Land verdankt seinen Wohlstand vor allem hoch qualifizierten Fachkräften. Die Hochschulen als Stätten hochwertiger Ausbildung und Forschung sind dabei der zentrale Impulsgeber für Innovationen in Deutschland. Sie tragen wesentlich zur Sicherung von Fortschritt und Wohlstand bei. Die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Hochschulen weiter zu verbessern ist deshalb ein zentrales Ziel der Bundesregierung. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt die Hochschulen mit einer Vielzahl von Förderprogrammen und Initiativen.

Mit dem Hochschulpakt 2020 investieren Bund und Länder zusätzliche Mittel in den Ausbau von Studienmöglichkeiten. Wir reagieren damit auf die sehr hohe Studiennachfrage. Mit dem „Qualitätspakt Lehre“ sollen die Betreuung der Studierenden und die Lehrqualität an Hochschulen verbessert werden. Der Bund stellt dafür zwischen 2011 und 2020 rund zwei Milliarden Euro zur Verfügung. Mit der Exzellenzinitiative fördern Bund und Länder die Spitzenforschung an den Hochschulen und verbessern so ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit. Wissen und die Anwendung von Wissen sind das größte Potenzial, das wir in Deutschland haben. Deshalb haben wir die Ausbildungsförderung weiterentwickelt. Der Bund trägt seit 1. Januar 2015 die Kosten für die BAföGLeistungen alleine. Und mit dem Deutschlandstipendium haben wir einen wichtigen Impuls zu einer Stipendienkultur in Deutschland gegeben. Denn wir wissen, dass moderne Hochschulen eine enge Kooperation mit Gesellschaft und Unternehmen brauchen.

Deshalb sind auch Angebote wie Unternehmensworkshops und Vorträge zum Karriereeinstieg im Rahmen des Fachkongresses „Marketing Horizonte 2015“ wichtig. Diese unterstützen Studierende dabei, bereits während des Studiums Kontakte zu Unternehmen aufzubauen und Netzwerke zu knüpfen. Außerdem erhalten junge Menschen Einblicke in die Berufspraxis. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wünsche ich interessante Gespräche, einen erfolgreichen Studienabschluss und für die berufliche Zukunft alles Gute und viel Erfolg.