Schirmherren

Gerhard Berssenbrügge

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Ehemaliger Vorstandsvorsitzender
Nestlé Deutschland

Als Vorstandsvorsitzender der Néstle Deutschland AG in Frankfurt am Main zeigte Gerhard Berssenbrügge einen konsequenten und zielstrebigen Weg von einem erfolgreich absolviertem Betriebswirtschaftsstudium an der Universität Münster bis zur Spitze des größten Nahrungs-
mittelkonzerns der Welt und eine damit verbundene, langjährige Erfahrung in verschiedenen internationalen Managementpositionen im Lebensmittelbereich.

Nach seinem Studium begann er 1979 als Marketing Manager und später als Managing Director für Kraft Jacobs Suchard in Bremen zu arbeiten.

1997 wechselte er zu Néstle. Bis 2001 war er zunächst als Managing Director in London tätig, bis er als Chief Executive Officer für Nestlé Nespresso S.A., Paudex, Schweiz nach Lausanne berufen wurde und seitdem verantwortlich für die weltweite Aktivitäten ist.

 

GRUßWORT

Marketing verändert sich. Und Verantwortliche im Marketing müssen sich auch verändern. Doch welchen Einfluss haben Digitalisierung, verändertes Konsumentenverhalten, engere Märkte und die Globalisierung auf das Marketing?

Es wird aus meiner Sicht Zeit, dass ein Kongress sich dieses Themas annimmt. Und das eben nicht nur auf der Stufe der Unternehmensführer oder der heute im Marketing tätigen Mitarbeiter. Das Marketing, ob als Funktion oder Philosophie verstanden, wird nämlich auch wesentlich durch neue Ideen und junge Mitarbeiter geprägt, die nahe an neuen Zielgruppen agieren.

Daher finde ich es spannend in diesem Rahmen zu untersuchen, wie sich das Marketing verändert, welche Themen in Zukunft wichtiger werden, was Fachkräfte in diesem Kontext lernen und können müssen. Die Kooperation zwischen MTP – Marketing zwischen Theorie und Praxis e.V. und der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Marketing und Unternehmensführung ermöglicht dies ohne Zweifel. Der Kongress „Marketing Horizonte“ soll auf diesen Ergebnissen aufbauend Diskussionen und Einblicke in die „Denke“ von Wissenschaftlern, Professionals, Unternehmensführern und Studierenden ermöglichen. Und darauf freue ich mich sehr!

Prof. Dr. Bernd Skiera

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Professur für E-Commerce
Goethe-Universität Frankfurt

Seit 1999 verfügt Prof. Bernd Skiera über den Lehrstuhl für E-Commerce an der Goethe Universität Frankfurt am Main. Im Jahre 1991 beendete er sein Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Lüneburg, arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter, promovierte und habilitierte in den Jahren 1995 und 1999 am Marketinglehrstuhl an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Als Gastprofessor rund um die Welt konnte er seine Forschungsschwerpunkte u.a. E- Commerce, Affiliate Marketing und Web 2.0 beispielsweise an der Standford University, Wirtschaftsuniversität Wien und an der Fuqua School of Business der Duke University vertiefen.

2014 wurde Prof. Skiera vom Handelsblatt als forschungsstärkster Professor im deutschen Sprachraum gerankt und hält andere zahlreiche Auszeichnungen und Preise, bspw. wurde er zwei Mal mit dem Best-Paper Award des Verbands der Hochschullehrer für Betriebswirtschaftslehre ausgezeichnet. Neben seiner Dissertationsschrift „Verkaufsgebietseinteilung zur Maximierung des Deckungsbeitrags“ und seiner Habilitationsschrift zum Thema „Mengenbezogene Preisdifferenzierung bei Dienstleistungen“ hat er sechs weitere Bücher geschrieben, zahlreiche Aufsätze und Zeitungsartikel publiziert u. a. in Management Science, Journal of Marketing und European Journal of Operational Research.

Derzeit ist er neben seiner Professur an der Universität in Frankfurt im Vorstand des eFinance-Lab und Leiter des Real-Time Advertising Competence Center und an zwei Unternehmen beteiligt, Bonpago und Marini-Media.

 

GRUßWORT

In der Mainmetropole auf dem wohl schönsten Campus in Deutschland spielt Marketing eine ganz bedeutende Rolle: 4 W3-Professoren, 4 Juniorprofessoren und eine große Anzahl an Lehrbeauftragten bieten eine Vielzahl an Lehrveranstaltungen an, mit einem besonderen Fokus auf Marketing-Analytics und digitalen Medien. Damit reagieren wir in Frankfurt auf die zunehmende Verfügbarkeit von Daten, die das Treffen von Marketingentscheidungen nachhaltig verändern werden.

Barry Beracha at Sara Lee formuliert dies sehr zutreffend mit „In God we trust, all others bring data“ und Gary Loveman Credo „Do we think, or do we know?“ hat seinem Unternehmen, Harrah’s Entertainment, zu einer beeindruckenden Entwicklung verholfen. Als ich Ende der 80er Jahre studierte, wurden beispielsweise noch Paneldaten herangezogen, die Abverkaufszahlen auf Monatsbasis für Standorte von Händlern enthalten haben. Heute können Unternehmen im Online-Bereich auf Daten zugreifen, die zumindest einmal auf Tagesbasis, immer häufiger sogar auf Stunden- oder Minutenbasis, das Verhalten von einzelnen Nutzern wiederspiegeln. Das führt dazu, dass Online-Marketing-Kampagnen viel granularer gestaltet werden müssen und immer häufiger beispielsweise Experimente eingesetzt werden. So ändert ein Online-Händler wie Amazon heute mitunter mehrfach am Tag seine Preise und sendet nur noch sehr stark personalisierte E-Mails an seine Kunden.

Für Sie als Studierende im Bereich Marketing stellt dies eine enorme Herausforderung, aber auch eine sehr große Chance dar. Unser Wissen darüber, wie Marketing in einer Welt mit einem unglaublichen Umfang an Daten sinnvoll betrieben werden kann, wird sich in Ihrem Berufsleben dramatisch verbessern. Wenn Sie also in ihrem Studium eine fundierte Grundlage im Bereich Marketing-Analytics erwerben und gleichzeitig ein Gespür für Märkte entwickeln, dann werden Sie diese Entwicklung sehr erfolgreich begleiten können.

Wir freuen uns, dass Frankfurter und Giessener Studenten von MTP die „Marketing Horizonte 2015“ organisieren und damit zu einem noch attraktiveren Angebot an Marketing-Veranstaltungen in Frankfurt beitragen. Dieses beeindruckende soziale Engagement zeigt, welches Potenzial in MTP-Studenten steckt und so ermutige ich Sie, sich weiterhin so stark für MTP zu engagieren. Es tut dem Standort Frankfurt, aber auch allen anderen Standorten in Deutschland ausgesprochen gut. Ich selbst freue mich darauf, dass ich Ihnen am 2. Konferenztag über „Neue Wege in die Marketing-Wissenschaft“ und strukturierte Promotionsprogramme berichten darf, die auch Studierenden mit einem Bachelorabschluss offenstehen. Sie stellen sehr hohe Anforderungen an ihre Studierenden, ermöglichen aber auch ein Studium in Kleingruppen und einen sehr engen Kontakt zu Professoren.

Prof. Dr. Johanna Wanka

Bundesministerin für Bildung und Forschung

Seit Februar 2013 ist Johanna Wanka Bundesministerin für Bildung und Forschung und Mitglied der Bundesregierung von Bundeskanzlerin Angela Merkel.  Neun Jahre lang, von 2000 bis 2009, war sie Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur in Brandenburg, von 2010 bis 2013 diente sie im gleichen Ressort als Ministerin in Niedersachsen.

Johanna Wanka wirkte viele Jahre in Forschung und Lehre. Von 1994 bis 2000 war sie gewählte Rektorin der Fachhochschule Merseburg, nachdem sie 1993 auf die Professur „Ingenieurmathematik“ berufen worden war. Schon 1980 war Johanna Wanka zum Dr. rer. nat. promoviert worden mit dem Thema „Lösung von Kontakt- und Steuerproblemen mit potential-theoretischen Mitteln“. Von 1994 bis 1998 war sie zudem Vizepräsidentin der Landesrektorenkonferenz in Sachsen-Anhalt und von 1998 bis 2000 Mitglied der Ständigen Kommission für Planung und Organisation der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Ihre Berufslaufbahn hatte Johanna Wanka 1974 als wissenschaftliche Assistentin an der Technischen Hochschule Merseburg begonnen. An der Universität Leipzig studierte sie von 1970 bis 1974 Mathematik. 1970 machte sie in Torgau Abitur.

Johanna Wanka ist seit vielen Jahren gesellschaftlich aktiv. Sie war von 2009 bis 2010 Vorsitzende der CDU-Fraktion im Landtag Brandenburg, dessen Mitglied sie schon 2004 geworden war. Von 1990 bis 1994 war sie Mitglied des Kreistages Merseburg. Johanna Wanka war im September 1989 Gründungsmitglied des „Neuen Forums“ in Merseburg. In die CDU trat sie im März 2001 ein. Sie war von 2009 bis 2010 Vorsitzende der Partei in Brandenburg.

Geboren worden ist Johanna Wanka am 1. April 1951 in Rosenfeld (heute Sachsen). Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung , Foto: Bundesregierung / Steffen Kugler

 

GRUßWORT

Unser Land verdankt seinen Wohlstand vor allem hoch qualifizierten Fachkräften. Die Hochschulen als Stätten hochwertiger Ausbildung und Forschung sind dabei der zentrale Impulsgeber für Innovationen in Deutschland. Sie tragen wesentlich zur Sicherung von Fortschritt und Wohlstand bei. Die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Hochschulen weiter zu verbessern ist deshalb ein zentrales Ziel der Bundesregierung. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt die Hochschulen mit einer Vielzahl von Förderprogrammen und Initiativen.

Mit dem Hochschulpakt 2020 investieren Bund und Länder zusätzliche Mittel in den Ausbau von Studienmöglichkeiten. Wir reagieren damit auf die sehr hohe Studiennachfrage. Mit dem „Qualitätspakt Lehre“ sollen die Betreuung der Studierenden und die Lehrqualität an Hochschulen verbessert werden. Der Bund stellt dafür zwischen 2011 und 2020 rund zwei Milliarden Euro zur Verfügung. Mit der Exzellenzinitiative fördern Bund und Länder die Spitzenforschung an den Hochschulen und verbessern so ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit. Wissen und die Anwendung von Wissen sind das größte Potenzial, das wir in Deutschland haben. Deshalb haben wir die Ausbildungsförderung weiterentwickelt. Der Bund trägt seit 1. Januar 2015 die Kosten für die BAföGLeistungen alleine. Und mit dem Deutschlandstipendium haben wir einen wichtigen Impuls zu einer Stipendienkultur in Deutschland gegeben. Denn wir wissen, dass moderne Hochschulen eine enge Kooperation mit Gesellschaft und Unternehmen brauchen.

Deshalb sind auch Angebote wie Unternehmensworkshops und Vorträge zum Karriereeinstieg im Rahmen des Fachkongresses „Marketing Horizonte 2015“ wichtig. Diese unterstützen Studierende dabei, bereits während des Studiums Kontakte zu Unternehmen aufzubauen und Netzwerke zu knüpfen. Außerdem erhalten junge Menschen Einblicke in die Berufspraxis. Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern wünsche ich interessante Gespräche, einen erfolgreichen Studienabschluss und für die berufliche Zukunft alles Gute und viel Erfolg.